Wir über uns

Wir sind eine Patchwork Familie, die sich aus insgesamt 7 Familienmitgliedern

zusammensetzt. Unsere Älteste ist Christiane, die schon ihre eigene Familie hat.

Danach kommt (alle nach Alter sortiert) Bettina, die im Alter von 17 Jahren an

einer Meningitis (Hirnhautentzündung) erkrankte und seitdem ohne ihre CI`s

(Cochlear Implantate) völlig taub ist. Zur Zeit durchläuft sie ein Berufsbildungs-

werk und hat viel Spaß an Ihrer Ausbildung. Dann ist Monique das nächste

weibliche Wesen in der Reihe. Sie hat Ihre Ausbildung jetzt gerade

abgeschlossen und lebt mit ihren Freund eigenständig zusammen.

Und nun zu Andreas, der schon, solange wie wir diese Familienform haben,

eine eigene Problematik hat. Nach diversen verschiedenen Schulen, zwei

Aufenthalten im Schleiklinikum Hesterberg und einem selbst gewünschten,

fast 4 jährigem Aufenthalt in einer Pflegefamilie (in einer anderen Stadt mit neuem

Umfeld) ist nun nach vielen Jahren, vielen Ärzten und Therapeuten im Juli 2010

die Diagnose Autismus mit ADS (Aufmerksamkeit Defizit Störung) festgestellt

worden. Andreas lebt zur Zeit wieder bei uns (was sich als nicht ganz einfach

gestaltet in Bezug auf Danny) und wartet auf die Möglichkeit, ein Berufsfindungs-

jahr zu machen.

Am meisten Kraft fordert unser 9 jähriger gemeinsamer Sohn Danny, der seit

2009 die Diagnose Asperger-Syndrom hat. Es war ein sehr langer, harter und

zum Teil einsamer Weg, auf dem wir drei (und natürlich auch unser Umfeld) viel

miterlebt und durchgemacht haben, bis wir Hilfe erhielten. Wir sind auf eine

Menge Vorurteile, Unverständnis, Unwissenheit und Unerfahrenheit gestoßen, die

uns so manches Mal bis an unsere Grenzen gebracht hat.

Wir sind uns darüber bewusst, dass auch mit der freundlichen, professionellen

Hilfe und Unterstützung, die wir erhalten und erhalten haben, unsere bzw.

Dannys Probleme nicht beseitigt sind, sondern wir noch am Anfang stehen von

dem, was uns bei Dannys Heranwachsen erwartet.

Aus diesem Bewusstsein heraus, dass es mit Sicherheit vielen anderen Eltern

auch so oder ähnlich geht, finden wir es sehr wichtig, den Informationsaustausch

auszubauen und voran zu bringen, um hoffentlich vielen Kindern und ihren

Eltern solche negativen Situationen, wie wir sie erlebt haben, zu ersparen oder

wenigstens zu erleichtern.